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Versicherung · Lebens- und Krankenversicherung

KI-Plattform für die Leistungsprüfung in der Versicherung

Ausgangslage

Ein Versicherer bearbeitet jährlich tausende Leistungsanträge. Jeder Antrag besteht aus medizinischen Befunden, Gutachten und ärztlichen Stellungnahmen — typischerweise zweistellige Seitenzahlen pro Vorgang. Die Auswertung erfolgte vollständig manuell. Das bestehende Fachsystem war seit Jahren produktiv, aber nicht für KI-gestützte Analyse konzipiert. Die Herausforderung: KI-Fähigkeiten in ein gewachsenes System integrieren, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden — mit einer Architektur, die unter DORA und dem EU AI Act standhält.

Was wir getan haben

Wir haben eine KI-Plattform für die Leistungsprüfung aufgebaut und zwei Integrationsszenarien — von pragmatischem Einstieg bis zur vollständigen Systemanbindung — bis zur Entscheidungsvorlage durchgeplant. Die Plattform verarbeitet medizinische Dokumente, klassifiziert über hundert Dokumenttypen automatisch und extrahiert strukturierte Fachdaten. Parallel dazu: Compliance-Analyse über fünf regulatorische Frameworks, Datenschutzbewertung und Verantwortungsabgrenzung zwischen allen Beteiligten. Die Entscheidungsvorlage wurde für ein Vorstandsgremium aufbereitet. Team: 3 Personen über 12 Wochen. Disziplinen: Produktarchitektur, Systemintegration, regulatorische Analyse.

Ergebnisse

12 Wochen

vom ersten Workshop bis zur freigegebenen Entscheidungsvorlage

> 100

Dokumenttypen in der automatischen Klassifikation

2

Integrationsszenarien mit vollständiger Bewertung

5

regulatorische Frameworks in der Compliance-Analyse

Was wir dabei gelernt haben

Die eigentliche Herausforderung bei KI in der Leistungsprüfung ist nicht die Modellqualität — es ist die Integration in gewachsene Systeme. Die besten Extraktionsergebnisse sind wertlos, wenn der Sachbearbeiter sie nicht in seinem gewohnten Arbeitsumfeld sieht und korrigieren kann. Human-in-the-Loop ist kein Feature, sondern eine Architekturentscheidung.

Das ist die Kurzfassung. Wie wir methodisch vorgegangen sind — welche Architekturentscheidungen wir getroffen haben, was wir verworfen haben und welche Muster sich auf andere Kontexte übertragen lassen — besprechen wir im persönlichen Fachgespräch.

Nicht, weil wir Ihnen etwas verkaufen wollen. Sondern weil diese Tiefe das ist, wofür unsere Kunden uns beauftragen — und das gehört nicht ins offene Internet.