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Versicherung · Lebensversicherung, dokumentenintensive Prozesse

KI-Dokumentenanalyse im Massengeschäft der Lebensversicherung

Ausgangslage

Ein Versicherer verarbeitet jährlich einen fünfstelligen Bestand an dokumentenintensiven Vorgängen in der Lebensversicherung. Jeder Vorgang umfasst ein Konvolut aus medizinischen Unterlagen — typischerweise 20 bis 50 Seiten. Die manuelle Bearbeitung band 15 bis 45 Minuten Sachbearbeiterzeit pro Fall. Bei branchenüblichen Vollkosten entstand ein substanzieller Kostenblock. Die Frage war nicht, ob KI-gestützte Analyse wirtschaftlich sinnvoll ist — sondern ob die Plattform unter den regulatorischen Bedingungen eines beaufsichtigten Versicherers betrieben werden kann.

Was wir getan haben

Wir haben eine KI-Plattform für die strukturierte Analyse medizinischer Dokumentenkonvolute aufgebaut und für das spezifische Volumen des Versicherers skaliert. Die Plattform klassifiziert Dokumente automatisch und extrahiert die fachlich relevanten Daten in ein strukturiertes Format. Im Rahmen des Piloten haben wir eine vollständige Kostenanalyse erstellt: Infrastrukturkosten, KI-Inferenzkosten über mehrere Modellgenerationen, Overhead-Faktoren für die Produktion. Das Ergebnis: laufende Plattformkosten unter einem Euro pro Vorgang. Ergänzend: Hosting-Empfehlung, Compliance-Dokumentation und Sicherheitsarchitektur für den regulierten Betrieb. Team: 3 Personen über 8 Wochen.

Ergebnisse

< 5%

der manuellen Bearbeitungskosten pro Vorgang

< 1 €

Plattformkosten pro Vorgang (Infrastruktur + KI-Inferenz)

20–50

Seiten pro Dokumentenkonvolut, automatisch verarbeitet

3

Modellgenerationen in der Kostenanalyse verglichen

Was wir dabei gelernt haben

Die Kostenstruktur von KI-gestützter Dokumentenverarbeitung hat sich in 18 Monaten grundlegend verändert. Wo vor kurzem noch sechsstellige Jahreskosten für vergleichbare Qualität nötig waren, liegen die Modellkosten heute um den Faktor 25–50 niedriger. Die Infrastruktur ist nicht mehr der Engpass — die Frage ist, ob die Organisation bereit ist, den Prozess zu ändern.

Das ist die Kurzfassung. Wie wir methodisch vorgegangen sind — welche Architekturentscheidungen wir getroffen haben, was wir verworfen haben und welche Muster sich auf andere Kontexte übertragen lassen — besprechen wir im persönlichen Fachgespräch.

Nicht, weil wir Ihnen etwas verkaufen wollen. Sondern weil diese Tiefe das ist, wofür unsere Kunden uns beauftragen — und das gehört nicht ins offene Internet.